Pathfinder – Fährte des Kriegers

Der Grund, warum ich gestern Abend nicht mehr zum bloggen gekommen bin, waren zwei Videofilme, die mein Liebster aus der Videothek ausgeliehen hatte: „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ und „Babel“. Schließlich bleiben einem bei diesem verregneten Sommer ja kaum Alternativen zur Abendgestaltung. Als erstes haben wir uns „Pathfinder“ mit Karl Urban angeschaut. Die Geschichte dreht sich um einen Wikingerjungen, der einen ersten Eroberungsfelszug seines Volkes in der „Neuen Welt“ als einziger überlebt. Er wird von einem Indianerhäuptling und seiner Frau adoptiert und wächst bei ihrem Stamm auf, kann sich als „Fremder“ jedoch nur schwer integrieren. Jahre vergehen, als die Wikinger erneut an der Küste Neufundlands landen und die Familie des jungen Helden kaltblütig abschlachten. Nun muss sich „Geist“ (so der indianische Name des Helden) entscheiden auf welcher Seite er steht. Nach dem er zunächst versucht die Eindringlinge auf eigene Faust zu bekämpfen, merkt er zusehends, dass er auch Verbündete bei den Indianer hat, die mit ihm gegen die Wikinger antreten. [Vorischt: Spoiler] Nachdem die meisten seiner Freunde tot sind und sich Geist ob der gewaltigen Übermacht schon am Ende seiner Möglichkeiten sieht, gelingt es ihm die Eroberer durch eine List in die Berge zu locken, wo sie von einer Lawine verschüttet werden. [Spoiler Ende]

Soweit die Story des Films, die sich auf das oben beschriebene beschränkt. Für einen Film dieser Länge (100 Minuten) etwas mau, dürfte man meinen und so ist es auch. Eigentlich geht es nur darum möglichst viele Kampf- und Metzelszenen unterzubringen, in denen das Blut nur so spritzt. Ich bin keine zartbesaitete Seele aber einige Stellen, vor allen Dingen die, wo Wikinger Ulfar (Ralf Möller) das Auge zugenäht wird oder ein Indianer kopfüber in den Flammen eines Feuers geröstet wurde, fand ich wirklich widerlich. Prinzipiell habe ich nichts gegen Streifen, die auch mal mit krasseren Kampfszenen aufwarten aber dann sollten sie schon besser gemacht sein. Dass es anders geht, beweisen Filme wie „Kill Bill“ oder „Sin City“. Außerdem ist mir als Historikerin natürlich gleich sauer aufgestoßen, dass die Wikinger in diesem Fall mal wieder als blutrünstige Schlachtmaschinen missbraucht wurden. Ich weiß, dass es sich nicht um eine Historienverfilmung handelt, aber die Wikinger wurden ganz deutlich als solche tituliert und es gibt immer noch genügend Leute, die glauben, dass dieses Volk (das im Übrigen überwiegend aus Händlern und Bauern bestand) wirklich so war.

Kurz und gut „Pathfinder –Fährte des Kriegers“ von Regisseur Marcus Nispel ist wirklich kein Renner. Man kann der Videothek getrost daran vorüber gehen….
P.S.: Die Beschreibung/Kritik von „Babel“ erfolgt demnächst an dieser Stelle.

Weiterführende Links zu „Pathfinder“ und den Wikingern:
www.wikinger.org
Wikipedia zum Film Pathfinder
Filmrezension Pathfinder

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Published in: on 27.7.2007 at 14:29  Schreibe einen Kommentar  

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